| DNF beim Quelle Challenge 2008 |
| 14.07.08, 00:00 Uhr |
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So hatte ich mir meine zweite Langdistanz nicht vorgestellt: Nach dem Radfahren musste ich entkräftet aufgeben. Was war passiert? Schon am Samstag hatte sich ein Rennen angekündigt, bei dem es immer wieder regnen sollte. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ich die ersten fünf Stunden im Dauerregen fahren muss. Das Schwimmen als Beginn des Renntages war spitze. Mit 1:08:19 lag deutlich unter den 1:10h, die ich mir als Ziel gesetzt hatte. Trotzdem hatte ich beim Schwimmen gemerkt, dass ich zu wenig Ausdauer im Schwimmen hatte. Ich wurde (gefühlt) langsamer am Ende der 3,8km Schwimmen und musste immer wieder Schwimmer ziehen lassen, mit denen ich mit geschwommen war. Positives an dieser Kritik: Ich sehe noch Potential, wenn ich mich beim Schwimmen auch mehr um meine Ausdauer kümmere.
Der Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren war auch wesentlich besser im Vergleich zum Vorjahr. Ich war zwar nur eine Minute schneller, aber musste mir ja noch ein Langarm-Trikot und Socken wegen des Regens anziehen. Das Radfahren begann auch recht gut. Ich konnte schnell meinen Rhythmus finden, meinen Puls beruhigen lassen und mit der Nahrungsaufnahme beginnen. Allerdings war mir schon von Beginn an relativ kühl. Das Langarm-Trikot war nach wenigen Minuten durchnäßt und bot keinen Schutz mehr. Auf den ersten Kilometern gab es jedoch keine längeren Abfahrten, bei denen es mir noch Kälter werden konnte. Erst nach Heideck kam die erste Abfahrt, bei der ich mich allerdings noch wohl gefühlt hatte. Mit dem Gredinger Berg war ich am höchsten Punkt der ersten Runde angekommen und damit zur zweiten längeren Abfahrt. Auf dieser hatte ich das erste mal richtig übel gezittert vor Kälte. Auf den nachfolgenden Abfahrten kühlte ich immer mehr aus. Bei der ersten Durchfahrt am Solarer Berg ging es mir noch relativ gut, die Zuschauer haben mich die Kälte kurz vergessen lassen. Am Ende der Runde ging es aber dann langsam aber sicher abwärts. Die 90km Marke habe ich noch genau in 2:45h erreicht, doch meine Kräfte waren schon nicht mehr so wie in der ersten Runde. Ich hoffte, dass sich das wieder gibt und ich heute eben etwas mehr beissen musste. Allerdings schon der Anstieg nach Heideck war eine Qual. Das Flachstück nach Greding bin ich auch schon nicht mehr mit so viel Druck gefahren. Ich hab etwas mehr gegessen und gehofft, dass ich mich danach wieder besser fühlen würde. Den Kavalrienberg in Greding bin ich aber fast nicht mehr hoch gekommen. Ich wurde von Leuten überholt, die ich zuvor locker überholt hatte. Auf der Abfahrt fühlte ich mich auch richtig schlecht. So ging es dann immer weiter… Auf der Abfahrt von Tiefenbach Richtung Hilpoltstein bin ich an meinem absoluten Tiefpunkt angelangt. Mein Kreislauf war so im Keller, dass ich damit kämpfen musste, dass mir nicht die Augen zufallen und das bei über 50km/h in der Abfahrt! Nach dem Erlebnis wurde mir klar, dass ich es wohl nicht mehr in Ziel schaffen würde. Ich bin dann nur noch locker weiter gerollt, am Solarer Berg hab ich noch einmal meine Freunde getroffen, die mich versucht haben zu motivieren, aber hatte keinen Zweck mehr. In der Wechselzone habe ich dann mein Rad abgestellt, meinen Laufbeutel geholt und mich erst einmal hingesetzt. Eine Helferin hatte mich dann sofort gefragt, ob alles ok ist. Nachdem ich ihr erklärt hatte, dass es mir soweit gut geht, ich aber nach fünf Minuten immer noch KO dagesessen bin, kam sie dann gleich mit einem Sanitäter an. Ich hab ihm dann nur etwas von Kreislaufproblemen gesagt und mir ein paar Becher Cola bringen lassen. Irgendwann bin ich dann gegangen, hab einer Offiziellen von der DTU bescheid gegeben, dass ich raus bin und bin zum Duschen gegangen… |