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30.10.08, 00:00 Uhr |
Der diesjährige Saisonabschluss verlief deutlich besser als vor einem Jahr. Der Frankfurt Marathon war ein perfekter Abschluß einer durchwachsenen Saison… Vorab das Rennen ist perfekt gelaufen. Und das obwohl ich mich die Woche vorher nicht wirklich gut gefühlt habe: Dienstag war ich mit einem Kollegen eine Stunde locker unterwegs, hab aber meine Beine von den Einheiten am Wochenende zuvor noch ziemlich gespürt. Ich war am Samstag noch einmal im Marathonrenntempo unterwegs und am Sonntag folgte darauf noch ein längerer Lauf über 20km. Mittwoch habe ich mein Intervalltraining auf 2 Intervalle a 1600m in 4:45min/km gekürzt und bin dafür etwas länger ein- und ausgelaufen, damit sich meine Beine schneller erholen.
Donnerstag/Freitag hab ich dann Pause gemacht, weil sich die Beine immer noch nicht wirklich gut angefühlt hatten. Samstag hatte ich nach kurzer Zeit meine Beine ziemlich gespürt und bin ziemlich verunsichert nach Frankfurt gefahren. Bei der Wahl des Hotels habe ich mich etwas vergriffen. Das Hotel war mitten im Rotlichtviertel und das Zimmer hatte nur ein Fenster mit Blick auf eine Mauer. Naja aber das Zimmer war zumindest sauber. Nach dem Checkin bin ich zur Messe gelaufen und mich nach der Abholung der Startunterlagen noch etwas umgesehen und ein paar Bekannte getroffen. Sonntag war alles wieder in Ordnung, ich fühlte mich ganz gut. Vor dem Start habe ich mir die Ankündigung meiner Trainerin noch einmal bewusst gemacht, dass es ab 30km sehr schwer werden könnte. Hintergrund der Aussage war, dass ich in den entscheidenden Wochen der Vorbereitung teilweise nur 2mal pro Woche laufen war. Ich hatte mir aber vorgenommen, so lange wie möglich das Tempo zu halten und “zu beißen”. Der Start verlief recht gut, ich hatte schnell Platz zum laufen, bin aber sehr verhalten angelaufen. Meinen Rhythmus und mein Tempo habe ich sehr schnell gefunden. Die ersten 10km bin ich in konstant in 4:45min/km gelaufen. Bis km30 habe ich noch etwas Tempo zulegen können. Ab dann wurde es zunehmend härter, ich bin aber sehr konzentriert weiter gelaufen und konnte mein Tempo bis km38 halten. Danach lies die Kraft endgültig nach und ich wurde langsamer… bei km40 bin ich kurz 10m gegangen, um Cola aufzunehmen und bin dann ab Richtung Ziel. Etwas Glück hatte ich dann auch noch, dass meine Beine nicht völlig verkrampft sind. Ich hatte nämlich schon Ansätze von Krämpfen in den Oberschenkeln und in den Armen(!). Das ist bei mir ein Zeichen, dass ich meine Speicher völlig ausgeleert habe. Die letzten Meter habe ich richtig genossen und bin nach 3:21:19h ins Ziel gelaufen. |